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Schulen im Würgegriff der "Bedarfsminderung"

In dieser Woche hat das Bildungsministerium weiteren Schulleitungen die neuen "bedarfsmindernden Maßnahmen" vorgestellt. Innerhalb weniger Jahre wird dies die dritte massive Kürzungsrunde für die Schulen sein. Einziges Motiv ist, die katastrophale Unterrichtsversorgung zu kaschieren. Mit der Organisation des Mangels bleiben die Schulen weitgehend allein.

Anstatt in ausreichendem Maße pädagogisches Personal einzustellen, kürzt das Bildungsministerium die Stundenzuweisungen für die Schulen. Je nach Schulform drohen Kürzungen bei den zugewiesenen Lehrerwochenstunden um bis zu 8 Prozent.

In vielen Schulformen kommt es zu deutlich schlechteren Lernbedingungen. „Werden die angekündigten Kürzungen durchgepeitscht, hat das spürbare Auswirkungen auf die Bildungsqualität. Grundschulklassen mit 30 Kindern, erzwungener jahrgangsübergreifender Unterricht und immer öfter Aufsicht statt inhaltliches Lernen führen alle guten pädagogischen Konzepte an den Schulen ad absurdum“, verdeutlichte Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, die Konsequenzen der geplanten Verschlechterungen. Es wird vielerorts zu einer enormen Arbeitsverdichtung für die Lehrkräfte und Schulleitungen kommen. Pädagogische Mitarbeiterinnen fehlen sowieso.

„Wenn man das Bildungssystem nicht nach dem erforderlichen Bedarf finanzieren will, muss man dies klar so benennen und darf den Eltern nicht Normalität vorgaukeln“, ergänzte Gerth. Gute Bildung koste Geld – aber Dummheit sei noch viel teurer. Dass den Schülerinnen und Schülern immer mehr Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlen werden, dürfe dann niemanden überraschen. Spätestens jetzt sei Ministerpräsident Haseloff in der Pflicht, dem weiteren Abbau in der Bildung durch seine Minister entschieden zu widersprechen.

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