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In Krisenzeiten Bildung stärken

Alle Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt und bundesweit wurden in den vergangen anderthalb Jahren enorm gefordert. Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Jugendhilfeeinrichtungen sind nur deshalb relativ gut durch die Pandemie gekommen, weil sich die dort Beschäftigten weit über das normale Maß hinaus engagiert haben. Sie haben oftmals auch bei mangelnder Ausstattung Mittel und Wege gefunden, den Kontakt zu den Lernenden zu halten, sich digital fortgebildet, ihre Lerninhalte komplett digitalisiert, ihre privaten Computer und ihren eigenen Internetanschluss genutzt. Sie haben zunächst ungeimpft und ohne entsprechende Ausrüstung Notbetreuung und Unterricht in Gruppen organisiert. Die Landesregierung ist jetzt dringend gefragt, das nächste Bildungsjahr so vorzubereiten, dass die Bedingungen für die Bildung stimmen.

Aus Sicht der GEW Sachsen-Anhalt müssen die Schwerpunkte für eine gute Bildung in den anstehenden Koalitionsverhandlungen und in der neuen Legislaturperiode in den Bereichen Personal, Ausstattung und Gesundheitsschutz gesetzt werden. Dafür ist eine solide Finanzierung unabdingbar. Konkret fordert die GEW:


Gute Bildung braucht ausreichend Personal.

Schon in „normalen“ Zeiten – und erst recht, wenn Zeiten ohne Präsenzunterricht und -lehre nachgeholt und aufgearbeitet werden müssen – brauchen die Bildungseinrichtungen zusätzliches Personal. Dabei geht es u. a. um die Verbesserung der Fachkräftepersonalschlüssel in Kindereinrichtungen, um eine Unterrichtsversorgung von 105% und multiprofessionelle Teams in den Schulen (pädagogische Mitarbeiter*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Förderlehrkräfte, Honorarkräfte für mehrere Jahre, Schulverwaltungsassistenten*innen), um den Ausbau des Ganztages, um die Ausfinanzierung von mindestens 1.600 Erstsemestlern im Lehramt an beiden Universitäten und die Rücknahme der geplanten Kürzungen an der Universität Halle. Gute Bildung benötigt gut ausgebildetes Personal. Im Konkurrenzdruck mit anderen Bundesländern und in Anerkennung der Arbeit der Grundschullehrer*innen ist es deshalb unumgänglich, die Bezahlung nach E 13/A13 an den Grundschulen in Sachsen-Anhalt vorzunehmen.


Gute Bildung braucht eine entsprechende Ausstattung.

Dazu gehört nach den Erfahrungen der Pandemie zuallererst die digitale Ausstattung mit ausreichend Endgeräten für Lehrende und Lernende und mit schnellem Internet. Lernplattformen, Videokonferenzen, Erklär-Filme, digitale Recherchemöglichkeiten bzw. Präsentationen, enge Zusammenarbeit und individuelle Förderung mit digitalen Werkzeugen sind in den Schulen und bei der Lehrkräfteausbildung auch ohne Pandemie nicht mehr wegzudenken. Sogar bei Unterrichtsausfall bietet sich durch digitalen Unterricht eine kurzfristige Notlösung an. Insgesamt gehört die bauliche Ausstattung vieler Schulen auf den Prüfstand, u. a. was die hygienischen Verhältnisse angeht, aber auch die Möglichkeiten zum Lüften.


Gute Bildung braucht Gesundheitsschutz.

Bildungseinrichtungen sollten schnell mit Luftfiltern ausgestattet werden. Damit wird das Lüften nicht ersetzt, es ist jedoch eine Filterung der Atemluft möglich, sodass Viren, Bakterien bzw. auch Pollen die Luft weniger stark belasten. Dazu müssen die zur Umsetzung vorhandenen Förderprogramme umgehend in Anspruch genommen werden. Klassenzimmer müssen flächendeckend mit Waschbecken und Einmalhandtüchern ausgestattet sein. Es muss weiterhin regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. Masken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel sind durch den Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Die Schulträger haben weiterhin für eine verstärkte Reinigung zu sorgen. Für die Risikogruppen im pädagogischen Personal muss es weiterhin eine spezielle Gefährdungsbeurteilung geben. Die GEW appelliert an alle am Schul- bzw. Kita-Leben Beteiligten, sich impfen zu lassen, soweit das möglich ist. Sie fordert die Städte mit Universitäten und Hochschulen auf, spezielle Impftermine für Studierende bereitzustellen und zu bewerben.


Gute Bildung braucht verlässliche Finanzierung.

Es darf keine Kürzungen im Bereich der Bildung in Sachsen-Anhalt geben, um die Folgen der Corona-Pandemie zu finanzieren. Investitions- und Förderprogramme des Bundes und der EU müssen uneingeschränkt gegenfinanziert werden. Das Kooperationsverbot muss aufgehoben werden.

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