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GEW Sachsen-Anhalt kritisiert mangelnde Vorbereitungen zum Start des Präsenzsemesters 2021/22 an den Hochschulen

Das kommende Hochschulsemester soll weitestgehend wieder in Präsenz betrieben werden. Den Beschäftigten fehlt es jedoch an klaren Richtlinien und Organisationsabläufen, um unter den Bedingungen diverser Corona-Maßnahmen den Studienbetrieb aufrechtzuerhalten. Die GEW Sachsen-Anhalt fordert konkrete Maßnahmen und Richtlinien für die Hochschulen.

Unter dem Titel „Wintersemester 2021/22 – Studium vor Ort ermöglichen“ beschlossen die Kultusminister*innen der Länder Anfang August, dass „der Präsenzbetrieb unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedingungen und Gegebenheiten vor Ort wieder zum Regelfall wird.“ Grundsätzlich begrüßt die GEW dies insbesondere mit Blick auf die Studierenden. Dennoch ist von einer konkreten Vorbereitung einen Monat vor Semesterbeginn an den Hochschulen des Landes nur wenig zu spüren.

 Praktikable Ideen und minimale Rahmenbedingungen, die von Bund und Land erwartet werden können, fehlen bisher völlig. Der Hinweis laut KMK-Beschluss „analog zum Schulbetrieb“ zu handeln, ist angesichts von ständig wechselnden Gruppen, von Vorlesungen mit mehreren Hundert Teilnehmer*innen, über die ganze Welt verstreuten Wohnorten der Studierenden, die zum Teil nicht einmal die Möglichkeit haben, nach Deutschland einzureisen, usw. völlig fehl am Platz.

Die Beschäftigten, die in den zurückliegenden drei Semestern eine deutlich erhöhte Lehrbelastung übernommen hatten, erwarten, dass umgehend klare Aussagen zum Semesterstart getroffen werden. Dazu gehören u. a. Fragen der Durchsetzung der 3G-Regeln und der Maskenpflicht, Finanzierung der notwendigen kostenlosen Testmöglichkeiten für Studierende und Beschäftigte, niedrigschwellige Impfangebote innerhalb der Hochschulen, Schutz von Personen, für die aus gesundheitlichen Gründen kein Impfschutz möglich ist, usw. Ein weiteres Problem sind die beschränkten Raumkapazitäten, weshalb digitale Angebote z. B. bei Vorlesungen unverzichtbar bleiben. Für kreative Lösungen müssen die Rahmenbedingungen schnell feststehen, wobei die Entscheidungen unter Einbeziehung der Beschäftigten – insbesondere der Lehrenden – zu treffen sind. Dazu ist es höchste Zeit!

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