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Corona-Schutz in Kitas gewährleisten - GEW richtet sich mit Offenem Brief an Sozialministerin

Weil das Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt und bundesweit nicht zurückgeht, hat sich die GEW Sachsen-Anhalt heute mit einem Offenen Brief an die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration gewandt. Darin wird die große Verunsicherung der Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen dargestellt und ein abgestimmter einheitlicher Hygieneplan für alle Einrichtungen angemahnt. Als Präventionsmaßnahmen schlägt die GEW eine bessere Versorgung mit Schutzmasken, mehr Schnelltests sowie die Schließung der Einrichtungen über den Jahreswechsel vor.

Bereits vor der Epidemie war die Personalsituation in der Kindertagesbetreuung vielerorts sehr angespannt. Nach einem Notbetrieb im Frühjahr sind die Einrichtungen seit Monaten wieder im Regelbetrieb, müssen aber die notwendigen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen umsetzen. Die Beschäftigten leisten diese zusätzlichen Belastungen mit großem Engagement. Dies dürfe aber nicht auf Kosten des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten gehen, sagte Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt. Und weiter: „Die hohen Infektionszahlen drohen das System der Kindertagesbetreuung zu überfordern. Darum müssen jetzt Maßnahmen ergriffen werden, die alle Beteiligten effektiv schützen. Die Einschränkung des Regelbetriebs für einen begrenzten Zeitraum sollte dabei ein Baustein sein. Außerdem sollte gelten: feste Gruppen und Regelungen, mehr Masken und Tests.“

Für die Einschränkung der Betreuung schlägt die GEW verschiedene Kriterien vor, die als Richtschnur dienen könnten. Diese umfassen etwa die Sicherung der Berufstätigkeit von Eltern, die Sicherung der Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf sowie die Unterstützung von alleinerziehenden mit mehreren Kindern. Vom 24. Dezember bis zum 3. Januar nächsten Jahres sollten die Einrichtungen hingegen ganz geschlossen werden. „Die Einschränkungen wären natürlich eine Herausforderung, aber die Beschäftigten haben ein Recht auf den Schutz ihrer Gesundheit. Hier sind das Land und die Träger in der Pflicht, unser Offener Brief soll dazu ein Anstoß sein“, so Gerth abschließend.

Der Offene Brief findet sich hier zur Kenntnis und kann gern weitergereicht werden.

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