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Digitaler Kummerkasten zum Schuljahresstart

Zum Start des neuen Schuljahres sieht die GEW Sachsen-Anhalt weitere massive Verschlechterungen in der Unterrichtsversorgung auf die Schulen des Landes zukommen. Mehr als ein Viertel der ausgeschriebenen Stellen konnte nicht besetzt werden, gleichzeitig steigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler. Die GEW schaltet ab sofort einen „digitalen Kummerkasten“, damit alle Betroffenen über die Zustände an den Schulen direkt berichten können.

Entgegen der langjährigen Tradition verschiebt das Bildungsministerium die Vorstellung der Basisdaten zum neuen Schuljahr auf einen späteren Zeitpunkt. Für Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, ist dies ein weiteres Zeichen des absehbaren Desasters: „Erstmals droht eine Situation, in der auch auf dem Papier die Unterrichtsversorgung unter 100 % liegt, in der also auch ohne Krankheit, Mutterschutz, Fortbildung von Lehrkräften Unterricht ausfallen wird.“ Minister Tullner wisse sehr genau, warum er mit den Zahlen hinter dem Berg halte.

„Steigende Schülerzahlen, weniger Lehrkräfte, immer mehr Krankheitsfälle durch Überlastung – das ist die Realität an den Schulen. Dies lässt sich auch durch Rechentricks nicht ins Positive kehren“, sagte Gerth weiter.

Mit dem „digitalen Kummerkasten“ wolle man allen Betroffenen, also Eltern, Lehrkräften aber auch den Schülerinnen und Schülern, die Möglichkeit geben, ihre Eindrücke vom Schuljahresstart und der Unterrichtsversorgung öffentlichzumachen. Der Kummerkasten ist unter gew-sachsenanhalt.net/blog erreichbar und kann auch anonym genutzt werden. Dabei werden alle datenschutzrechtlichen Normen beachtet. Über die eingehenden Fakten wird die GEW die Öffentlichkeit aber auch die politisch Verantwortlichen in geeigneter Weise in Kenntnis setzen.

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