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Lehrermangel konsequent und gemeinsam angehen

Die Meldungen der letzten Tage verdeutlichen die brisante Situation an den Schulen und die düsteren Aussichten. Sachsen-Anhalt steht mit der momentanen katastrophalen Situation nicht alleine. Umso mehr bedarf es jetzt schneller bundesweiter Anstrengungen, damit ein ganzes Bündel an Maßnahmen gezielt und in voller Breite wirken kann.

Zu den Pressemeldungen über eine prognostizierte Verschärfung des Lehrermangels insbesondere an den Grundschulen erklärte Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, heue in Magdeburg: „Fehlende Lehrkräfte, steigende Schülerzahlen, immer mehr Aufgaben – das ist der Alltag an den Schulen in Sachsen-Anhalt und bundesweit. Und diese Spirale dreht sich rasend schnell immer weiter nach unten.“ Die Probleme seien so groß, dass sie nicht mehr alleine im stillen Kämmerlein jedes einzelnen Bundeslandes gelöst werden könnten. Auch Sachsen-Anhalt rechne nach wie vor fest mit der Gewinnung von Lehrkräften aus anderen Bundesländern.

 

Zur Bekämpfung des Mangels müssen die Ausbildungszahlen bundesweit unter Berücksichtigung des steigenden Bedarfs angehoben werden. Allen, die diesen Ausbau mit angezogener Handbremse betreiben wollen, entgegnete Gerth: „In einer Bildungsgesellschaft wie der Bundesrepublik kann es gar nicht zu viele Lehrerinnen und Lehrer geben.“ Das Lehramt für Grundschulen könne durch eine Anpassung der Bezahlung an das Niveau der anderen Lehrämter attraktiver gemacht werden. „Brandenburg hat die einheitliche Bezahlung für alle Lehrkräfte jüngst auf den Weg gebracht, andere Bundesländer können gemeinsam auf diesen Zug aufspringen.“

 

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