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Aufruf zur Demo gegen Arbeitszeiterhöhungen

Die Landesregierung plant offensichtlich eine Arbeitszeiterhöhung für Lehrkräfte durch die Hintertür. In einem Entwurf zur Änderung der Arbeitszeitverordnung ist vorgesehen, die Altersermäßigungen massiv zu kürzen und die Anrechnungsstunden für acht bzw. 16 Stunden Unterricht in der gymnasialen Oberstufe vollständig zu streichen.

Lehrkräfte sollen künftig erst ab 62 Jahren eine Stunde Ermäßigung wegen Alters erhalten. Bisher wurde der Unterricht schon ab Vollendung des 60. Lebensjahres reduziert, um die Belastungen zu senken. Purer Hohn ist es, dass 66-Jährige dann fünf Stunden Ermäßigung bekommen sollen.

Die Einführung von drei- und fünfstündigen Kursen in der Oberstufe erfordert mehr Personal. Nun sollen die Schulen diese pädagogisch vernünftige Entscheidung offensichtlich kostenneutral und ohne Hilfe umsetzen. Begründet wird diese erneute zusätzliche Belastung der Kolleginnen und Kollegen damit, dass die gleichzeitig geplante Erhöhung der Stundensätze für Mehrarbeit finanziert werden müssen.

Die GEW hatte die bisherige Bezahlung von Mehrarbeit im Schuldienst massiv kritisiert und damit eine Änderung bewirkt. Ältere und tarifbeschäftigte Lehrkräfte werden jedoch weiter massiv benachteiligt und für Mehrarbeit weit unter Wert bezahlt. Außerdem wird im Tarifrecht ein Zuschlag von 15 Prozent für Überstunden gezahlt. Mehrarbeit ist immer eine erhöhte Belastung von Beschäftigten. Die GEW fordert ausdrücklich, dass dieses Entgegenkommen der Beschäftigten honoriert werden muss. Offensichtlich wollen Bildungs- und Finanzministerium, dass die Lehrerinnen und Lehrer bzw. die Schulen den Mangel an pädagogischem Personal und damit die Folgen einer jahrelangen verfehlten Einstellungspolitik allein wegtragen. Die Lehrkräfte sollen zwar die neuen Mehrarbeitsvergütungen erhalten, aber dafür erhöhte Belastungen und weitere „effizienzsteigernde Maßnahmen“ in Kauf nehmen. Die GEW weist das als haltlos und unverschämt zurück. Es ist eine Arbeitszeiterhöhung durch die Hintertür, die wir mit allen Mitteln bekämpfen werden!

Die GEW fordert die Landesregierung auf, endlich wirksame Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel zu ergreifen und mit den Gewerkschaften zu verhandeln. Gute Bildung braucht Geld, das in die Ausbildung von Lehrkräften investiert werden muss und in die Qualifikation von Seiteneinsteiger*innen und in Arbeitszeitkonten, mit deren Hilfe Lehrkräfte sich Arbeitszeitsouveränität „erkaufen“ können. Vor allem muss in gute Arbeitsbedingungen für das pädagogische Personal, in vernünftige Arbeitszeiten und eine gute Bezahlung investiert werden. Unsere Nachbarbundesländer machen es vor, dort gibt es u. a. bessere Bedingungen für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe und bei der Altersermäßigung.

Liebe Kollegin, lieber Kollege, mach Deinem Ärger Luft, indem Du am 19. Juni 2019 um 16.30 Uhr an der Demo vor dem Landtag teilnimmst und den Landtagsabgeordneten bzw. der Landesregierung Deine Ablehnung der Arbeitszeiterhöhung auf einem Plakat mitteilst.

Gerne kannst Du auch unseren arrow green Aufruf zur Demo verteilen und an den Schulen aushängen.
Weitere Informationen gibt es über die GEW-Kreisverbände.

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