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Tarif-Information für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Schulen in Sachsen-Anhalt

Überleitung in die neue Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst zum 1. Januar 2020

Mit dem Tarifabschluss vom 2. März 2019 haben die Gewerkschaften neben Erhöhungen des Tabellenentgelts in drei Schritten von 2019 bis 2021 auch eine bessere Eingruppierung für Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder erreicht. Für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landesdienst ist damit eine deutliche Gehaltssteigerung verbunden. Endlich konnten wir die Aufwertung, die die Kolleginnen und Kollegen in den Kommunen bereits 2015 durch ihren wochenlangen Streik erkämpft hatten, auch für die Beschäftigten in den Ländern durchsetzen. Das ist ein Ergebnis erfolgreicher Tarifpolitik der GEW. 

Erzieher*innen als pädagogische Mitarbeiter*innen an Grundschulen

Erzieher*innen mit staatlicher Anerkennung, die gegenwärtig als pädagogische Mitarbeiter*innen an Grundschulen, an weiterführenden Schulen und an Internaten arbeiten und in die Entgeltgruppe E8 eingruppiert sind, werden zum 1. Januar 2020 in die Entgeltgruppe S8a übergeleitet.
Die Überleitung erfolgt auf der Grundlage der zurückgelegten Beschäftigungszeiten in der Tätigkeit als PM und der Ermittlung von Vergleichsentgelten. Da sich die Stufenlaufzeiten im neuen Vergütungssystem der S-Tabelle ändern, wird durch eine Vergleichsberechnung die Stufenzuordnung in der neuen Entgeltgruppe S8a neu berechnet. In die Vergleichsentgeltberechnung werden die bisher gezahlte Erzieherinnenzulage und auch der Strukturausgleich, sofern darauf Anspruch besteht, einbezogen. Eines gesonderten Antrages für die Überleitung bedarf es nicht.

Erzieher*innen als pädagogische Mitarbeiter*innen an Förderschulen

Erzieher*innen mit staatlicher Anerkennung, die gegenwärtig als pädagogischen Mitarbeiter*innen an Förderschulen, an weiterführenden Schulen und an Internaten arbeiten und in die Entgeltgruppe E9 („kleine E9 mit 4 Stufen“) eingruppiert sind, werden in einem zweistufigen Überleitungsverfahren zunächst rückwirkend zum 1. Januar 2019 in die Entgeltgruppe E9a und zum 1. Januar 2020 in die S8b übergeleitet.
Die Überleitung in die Entgeltgruppe E9a erfolgt auf der Grundlage der zurückgelegten Beschäftigungszeiten in der Tätigkeit als PM an einer Förderschule. Da in der Entgeltgruppe E9a die Stufen 5 und 6 angehängt werden, muss in diesem ersten Überleitungsschritt die Stufenzuordnung neu ermittelt werden.
Im zweiten Überleitungsschritt werden die Beschäftigten dann aus der Entgeltgruppe E9a mit neuer Stufenzuordnung in die Entgeltgruppe S8b der neuen Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst (S-Tabelle) übergeleitet. Die Überleitung erfolgt auf der Grundlage der zurückgelegten Beschäftigungszeiten in der Tätigkeit als PM und der Ermittlung von Vergleichsentgelten. Da sich die Stufenlaufzeiten im neuen Vergütungssystem der S-Tabelle ändern, wird durch eine Vergleichsberechnung die Stufenzuordnung in der neuen Entgeltgruppe S8b neu berechnet. In die Vergleichsentgeltberechnung werden die bisher gezahlte Erzieherinnenzulage, die Stufenzulage und auch der Strukturausgleich, sofern darauf An-spruch besteht, einbezogen.

Beschäftigte als pädagogische Mitarbeiter*innen mit therapeutischen Aufgaben

Beschäftigte, die als pädagogische Mitarbeiter*innen mit therapeutischen Aufgaben bisher in der Entgeltgruppe E9 („kleine EG9 mit 4 Stufen“) eingruppiert sind, werden rückwirkend zum 1. Januar 2019 in die Entgeltgruppe E9a übergeleitet. Da in der Entgeltgruppe 9a die Stufen 5 und 6 angehängt werden, muss die Stufenzuordnung neu ermittelt werden. Beschäftigten als pädagogische Mitarbeiter*innen in therapeutischer Funktion sind nicht nach der Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst, sondern in die Entgeltordnung für Gesundheitsberufe eingruppiert. Hier erfolgt also nur eine einstufige Überleitung in die Entgeltgruppe E9a.

Heilerziehungspfleger*innen als pädagogische Mitarbeiter*innen

Heilerziehungspfleger*innen mit staatlicher Anerkennung, die als pädagogische Mitarbeiter*innen tätig sind, können ab dem 1. Januar 2020 wie staatlich anerkannte Erzieherinnen eingruppiert werden. Im Rahmen der Neuregelung der Entgelte für den Sozial- und Erzie-hungsdienst (S-Tabelle) wurde das Tätigkeitsmerkmal „Heilerziehungspfleger*in in die Entgeltordnung aufgenommen. Künftig kann auch diese Beschäftigtengruppe, abhängig von ihrem Einsatz, in die Entgeltgruppen S8a bzw. S8b eingruppiert werden. Für diesen Beschäftigtenkreis erfolgt keine Überleitung, sondern eine Neueingruppierung bzw. Höhergruppierung.

Die Überleitungsregelungen folgen tarifvertraglich vereinbarten Regeln und brauchen nicht beantragt zu werden. Nach derzeitigem Informationsstand ist davon auszugehen, dass es nicht vor März 2020 zu einem Abschluss der Überleitungen kommen wird. Keinem Beschäftigten gehen Ansprüche verloren!

Im Januar 2020 wird die GEW Sachsen-Anhalt anhand von Beispielen die Überleitungsregelungen konkreter erläutern. Alle GEW-Mitglieder erhalten dazu eine weitere Tarif-Information auf dem Postweg. Darüber hinaus werden wir im Mitgliederbereich unserer Internetseite www.gew-sachsenanhalt.net diese Informationen zur Verfügung stellen. GEW-Mitglieder können sich nach erfolgter Überleitung durch die Expert*innen der GEW auf Anfrage persönlich beraten lassen.


 Diese Info zum Herunterladen und Aushängen: Tarif-Info

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