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Statement der GEW Sachsen-Anhalt zu Luftfilteranlagen in Schulen

Nach anderthalb Jahren Pandemie sind die Schulen in Sachsen-Anhalt noch weit von der Normalität entfernt. Bauliche Maßnahmen werden aus Sicht der GEW noch immer viel zu zögerlich angegangen. Die Sommerferien wären ein ideales Zeitfenster gewesen, um Schulen und Klassenräume mit Frischluft-Anlagen auszustatten und den Betrieb zu testen. Es reicht nicht, die Schulen zu öffnen, man muss auch jeden Baustein für einen besseren Gesundheitsschutz für Kinder und das Personal nutzen.

Für das neue Schuljahr setzen Bildungsministerium und Schulträger offensichtlich auf Ausflüchte und auf das Prinzip Hoffnung: Hoffentlich kehren die Schüler*innen und Lehrkräfte nicht mit Infektionen aus den Ferien zurück, hoffentlich gibt es keine vierte Welle, hoffentlich müssen wir die Schulen nicht erneut in den Lockdown setzen, hoffentlich reichen die digitalen Geräte und die administrative Unterstützung dann aus. Verantwortung und Lasten werden damit wieder einmal komplett auf die Beschäftigten, Schüler*innen und Eltern geschoben, obwohl Luftfilteranlagen derzeit sogar durch die Bundesregierung gefördert werden.

Das Mindeste, was noch bis zum Beginn der Ferien erfolgen sollte, ist die Festlegung auf eine obligatorische Testpflicht für die ersten zwei, drei Wochen des neuen Schuljahres plus die entsprechende materielle und logistische Organisation.

 

Eva Gerth,
Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt

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