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Klage gegen Vorgriffstunde erfolgreich

Arbeitsgericht stoppt Extra-Stunde für Teilzeit-Lehrkraft

Das Stendaler Arbeitsgericht erteilte dem Land Anfang Januar eine klare Absage: Eine Lehrerin klagte gegen die Vorgriffstunde und gewann.

„Es wird festgestellt, dass die Weisung des beklagten Landes Sachsen-Anhalt betreffend das Ableisten einer Vorgriffstunde pro Schulwoche ab April 2023 bis 31.07.2028 unwirksam ist“, urteilte das Gericht am 11. Januar. Da das Urteil vorrangig die Auswirkungen der Zusatz-Stunde auf eine Teilzeitbeschäftigung betrifft, bleibt derzeit offen, ob es sich auf andere Fälle übertragen lässt.

„Wir begrüßen alles, was sich gegen die Vorgriffstunde und die damit verbundene höhere Belastung der Lehrkräfte richtet“, kommentierte die GEW-Landesvorsitzende Eva Gerth den Ausgang des Prozesses. Fünf weitere Klagen im Zusammenhang mit der Vorgriffstunde wie das Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) stehen noch aus.