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Zukunftskonferenz der GEW

„Es geht um ein gesundes, glückliches und gleichberechtigtes Leben“

Bereits im Herbst erhielten wir die Einladung zur Zeitpolitischen Zukunftskonferenz des GEW-Hauptvorstandes, die am 26. und 27. Januar 2024 unter dem Motto „Visionen für bessere Zeiten“ in Göttingen stattfand. Thematisch drehte es sich um die Themen, die GEW-Aktive umtreiben:

Arbeitszeiten in Bildungsberufen, unbezahlte Sorgearbeit, unterschiedliche Zeitverwendung nach Geschlecht, Auswirkungen von Krisen, Arbeitszeiterfassung, Wahloptionen, kurze Vollzeit, enge Alltagszeiten, Geschlechterverhältnisse, Fragen von Zeit-Macht-Geld. Die beinhalteten Themen erweckten bei uns großes Interesse und nach kurzer Beratung und der Unterstützung vom Landesverband Sachsen-Anhalt beschlossen wir unsere Teilnahme.

Am 26. Januar ging es für uns beide zeitig aus dem Haus, da wir erst noch unseren Frühdienst in der Kita absolvierten (leider besteht keine Möglichkeit, für gesellschafspolitische Veranstaltungen im Ehrenamt eine Freistellung zu erhalten). Voller Tatendrang ging es dann am Mittag nach Göttingen, um dort ins Thema „Verkürzte Vollzeit und Arbeitszeitsouveränität“ einzusteigen. Die GEW rückte die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich in den Fokus. Laut Frauke Gützkow, Arbeitsbereich Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik der GEW, lautet die zentrale Botschaft der Konferenz: „Es geht um ein gesundes, glückliches und gleichberechtigtes Leben“ sowie um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, denn heutzutage ist die Arbeit mehr als nur ein Broterwerb. Sie bedeutet auch soziale Teilhabe und die Möglichkeit, sein eigenes Leben zu gestalten. Deshalb brauchen Arbeitnehmer*innen mehr Flexibilität in der Arbeitszeit.

Nach den Vorträgen und anschließender Diskussion bekamen wir eine methodische Einführung zur „Zukunftswerkstatt“. Durch Punktevergabe einigten wir uns auf zentrale, gemeinsam zu erarbeitende Themen und ordneten uns einer passenden Gruppe zu. In den jeweiligen Kleingruppen wurden mögliche Lösungsvorschläge erarbeitet. Am Samstag präsentierte jede Gruppe dann auf unterschiedliche Weise ihr Thema als Zukunftsvision. In der abschließenden Fish-Bowl-Diskussion fehlte uns leider die Konkretisierung für den Weg zu attraktiven Arbeitszeitmodellen und erfolgreichen Umsetzungsstrategien. Das heißt somit: Nach der Zukunftskonferenz ist vor der (nächsten) Zukunftskonferenz. Es geht auf jeden Fall weiter.

Dabei ist auch eure Mitarbeit erwünscht und wichtig. Meldet euch am besten mit Meinungen und Ideen bei eurem GEW-Kreisverband und seht mit uns gemeinsam positiv nach vorn.

Kontakt
Redaktion der Landeszeitung Sachsen-Anhalt
Leitung: Christiane Rex