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Tanzen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

One Billion Rising

Schätzungsweise eine Milliarde Frauen weltweit sind im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen, etwa jede dritte Frau. Deshalb findet jährlich am 14. Februar die tanz-Protest-Aktion One Billion Rising (Eine Milliarde erhebt sich) statt, die 2012 von der amerikanischen Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler in New York ins Leben gerufen wurde. Ensler ist vor allem für ihr bahnbrechendes Theaterstück „The Vagina Monologues“ bekannt, das die Themen weibliche Sexualität, Gewalt gegen Frauen und Frauenrechte behandelt.

Foto: Ardian Lumi_unsplash

One Billion Rising zielt darauf ab, diese erschreckende Realität zu bekämpfen, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Veränderungen zu schärfen und sich für die Rechte der Frauen einzusetzen. Dazu versammeln sich jedes Jahr weltweit Menschen, um gemeinsam zu tanzen und ihre Solidarität zu zeigen. Seit 2015 wird diese Aktion auch in Magdeburg durchgeführt, organisiert von der Gruppe „One Billion Rising Magdeburg“, einem Aktionsbündnis aus Frauenprojekten und Sozialverbänden. In diesem Jahr nahmen mehr als 200 Menschen an der Magdeburger Aktion teil, gleichzeitig wurde auch in Halberstadt, Naumburg, Stendal und Burg getanzt. Einen Tag zuvor hatte die Landesregierung den Aktionsplan PROGRESS (Fortschritt) gegen Gewalt an Frauen beschlossen. Damit stehen rund 7,5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Diese sollen die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz, Schulen, Behörden und Einrichtungen im Gesundheitssystem verbessern.

„Um betroffenen Frauen den Weg in ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben aufzuzeigen, setzen wir auf ein gestärktes und gut vernetztes Hilfesystem,“ erläuterte Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne. Insbesondere Gewaltschutz-Angebote im ländlichen Raum soll der Aktionsplan stärken.

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Leitung: Christiane Rex