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Memorandum: Perspektiven schaffen – Schulen ohne Gefährdung für alle zugänglich machen!

Schule ist ein elementarer Lebensraum für Kinder und Jugendliche sowie ein wichtiger Bildungs- und Kommunikationsort. Nach dem Ende der Winterferien müssen deshalb alle Schüler*innen nach dann zwei Monaten coronabedingter Schulschließungen wieder die Möglichkeit erhalten, ihre Schule – u.U. in kleineren Gruppen – zu besuchen und sich – unter Wahrung aller Vorsichtsmaßnahmen für Schüler*innen und Beschäftigte – zu treffen und auszutauschen. Die Lern- und Arbeitsprozesse und das soziale Miteinander in den Schulen müssen wieder mehr Raum bekommen. Für die Schritte des Übergangs müssen Inzidenzwerte festgelegt werden, die sich an den Veröffentlichungen des RKI orientieren, damit dieser Prozess für alle Beteiligten planbar wird.

Bildungsungerechtigkeit verhindern – jeder einzelne Tag zählt!

Durch die höchst unterschiedlichen Voraussetzungen für das Distanzlernen in den Schulen und in den Familien nimmt mit fortschreitender Dauer der Komplettschließungen die Bildungsungerechtigkeit mit jedem Tag zu. In den Familien, vor allem bei Alleinerziehenden, wachsen Stress und Spannungen, da Homeschooling und berufliche Anforderungen kaum noch vereinbar sind. Schüler*innen, die besonderer Förderung und Hilfe bedürfen, müssen jetzt dringend in den Fokus gerückt werden. Dafür werden, neben den Lehrkräften, mehr denn je auch pädagogische Mitarbeiter*innen, Sozialarbeiter*innen und weitere geeignete Unterstützer*innen benötigt.

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GEW-Brief an Ministerpräsidenten: Hohe Belastungen und sinkender Infektionsschutz durch steigende Belegungszahlen in Kitas

Die GEW Sachsen-Anhalt sieht mit großer Sorge und zunehmendem Unverständnis auf die hohen Belegungszahlen in den Kindertagesstätten des Landes. Betreuungsquoten von bis zu 80 Prozent konterkarieren die eigentlich vorgesehene Notbetreuung und führen zu steigenden Belastungen der Beschäftigten. Deshalb hat sich die GEW heute mit einem Brief an Ministerpräsident Reiner Haseloff gewandt.

Die GEW appelliert in dem Brief an den Ministerpräsidenten und die gesamte Landesregierung, die angespannte Lage in den Kindertagesstätten zu entschärfen. Dies wäre etwa durch eine bessere Absicherung des Gesundheitsschutzes für die Erzieher*innen möglich, was auch über eine konsequentere Auslegung des Notbetreuungsanspruchs erfolgen sollte.

Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, sagte dazu heute in Magdeburg: „Uns liegen Berichte vor, dass in einigen Einrichtungen bis zu 80 Prozent der Kinder weiter betreut werden. Es muss jedem klar sein, dass unter solchen Bedingungen Abstand, Kleingruppen und getrennte Mahlzeiten nicht gewährleistet sind. Zudem steigt der Personaleinsatz in diesen Fällen enorm, da auch in den Randzeiten keine Mischgruppen gebildet werden sollen. Dazu kommen in einigen Fällen die Auseinandersetzungen mit Trägern und Eltern. Kurzum: Die Erzieher*innen leisten sehr viel, sie sind jetzt aber am absoluten Limit!“

In dem Brief schlägt die GEW vor, die Beschäftigten in der Kinderbetreuung auch gegenüber den Trägern und Eltern deutlich besser zu unterstützen und ihnen früher als bisher geplant ein Impfangebot zu unterbreiten. Ohne solche Maßnahmen würden sich alle Akteure weiter aus der Verantwortung stehlen. „Die Landesregierung ist jetzt gefordert, damit aus dem Notbetrieb in den Kitas nicht einseitig eine Not der Erzieher*innen wird“, schloss Gerth.


Zum Brief an den Ministerpräsidenten:

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CDU-Pläne sind Frontalangriff auf gute Schulpolitik

Seit dem Wochenende kursieren „Reform“-Vorschläge der CDU in Sachsen-Anhalt zur Lehrkräfte-Ausbildung nach der Landtagswahl. Die GEW Sachsen-Anhalt ordnet diese Pläne als in höchstem Maße kontraproduktiv für eine gute und ausreichende Lehrkräfte-Ausbildung ein. Der vor einigen Monaten von der CDU einseitig ausgerufene „Schulfrieden“ scheint ihr selbst nichts wert zu sein.

Die Neugründung einer Pädagogischen Hochschule in Sachsen-Anhalt würde nach Ansicht der GEW nicht eines der Probleme an den Schulen im Land lösen. „Ganz im Gegenteil drohen uns damit ohne Not weitere Baustellen, die eine gute und ausreichende Lehrkräfte-Ausbildung erschweren“, sagte Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, heute in Magdeburg. „Mit einer einzigen Hochschule würde sich die Ausbildung noch stärker auf einen Standort konzentrieren, dabei hat Sachsen-Anhalt heute schon das Problem, Lehrer*innen in die Fläche und in den Norden zu bekommen. Auch die Abkopplung von der universitären Forschung und Wissenschaft täte weder den künftigen Lehrkräften noch den Bildungswissenschaften gut.“

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Gefährdungen auch an Berufsschulen konsequent vermeiden

Nach den ersten Schultagen im neuen Jahr häufen sich bei der GEW Sachsen-Anhalt die Hinweise auf Probleme an den Berufsbildenden Schulen im Land. Aufgrund des hohen Anteils an Abschlussklassen berichten zahlreiche Kolleg*innen dort von vollen Schulen. Zur Vermeidung der teils langen Anfahrtswege und zur Einhaltung des Abstandsgebots bei der Schülerschaft und den Lehrkräften wären eine weitere Ausweitung und Kontrolle des Distanzunterrichts auch an dieser Schulform sinnvoll.

An den Berufsbildenden Schulen reisen die Schüler*innen aus verschiedenen Regionen mitunter sogar länderübergreifend an. Durch die hohe Anzahl an Abschlussklassen sind auch beinahe alle Lehrkräfte ständig vor Ort. Das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln ist daher nach wie vor an vielen Schulen äußerst schwierig.

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Gesundheitsschutz muss an Bildungseinrichtungen oberste Priorität haben

Die GEW Sachsen-Anhalt fordert die Landesregierung auf, nach dem 11. Januar 2021 keinesfalls sofort zum vollständigen Präsenzunterricht zurückzukehren. Neben einer Kontinuität des Schulbetriebes geht es vor allem darum, den Gesundheitsschutz für Lehrende und Lernende zu garantieren. Dazu gehört unter anderem, die Abstandsregeln auch im Schulbetrieb zu gewährleisten. Die Wochen vor Weihnachten und weitere wissenschaftliche Untersuchungen haben sehr deutlich gezeigt, dass Infektionen mit Covid 19 sehr wohl in der Schule übertragen werden und das Erkrankungsrisiko erhöhen.

Deshalb kommt für die GEW in den nächsten Wochen allerhöchstens ein Wechselmodell in Frage, bei dem die Hälfte oder ein Drittel der Schüler*innen in der Schule ist und die jeweils anderen zu Hause arbeiten. Schüler*innen können bei diesem Modell umfassend beim Lernen begleitet werden. Sie sind in regelmäßigen Abständen in der Schule und erhalten Aufgaben zum Selbstlernen für die häusliche Arbeit, die bei der nächsten Präsenzphase verglichen bzw. bewertet werden können. Eine Rückmeldung durch die Lehrkräfte ist stets möglich. Damit funktioniert dieses Modell auch, wenn die digitale Infrastruktur an der jeweiligen Schule nicht oder nur sehr unzureichend ausgeprägt ist, wovon man nach den bisherigen Erfahrungen ausgehen muss. 

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