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Seiteneinstieg – unverzichtbar & reformbedürftig

Für die Verbesserung des Seiteneinstiegs

Der Seiteneinstieg ist zu einem unverzichtbaren Instrument beim Versuch geworden, den Personalnotstand an den Schulen Sachsen-Anhalts zu bewältigen. Aber zu oft gelingt die Integration der neuen Lehrkräfte in den Schuldienst nicht. Schließlich gilt es einerseits, die beruflichen Erfahrungen der Seiteneinsteigenden in ihr neues Arbeitsumfeld gewinnbringend einzubinden und andererseits eine effektive pädagogische Qualifizierung sicherzustellen, welche zu einer Professionalisierung der Arbeit führt und Wege zum beruflichen Aufstieg ermöglicht. Dazu sind die enge Vernetzung der Akteure und ständige Evaluation von Einstellung und Qualifizierung ebenso wie auch die Transparenz bei Entscheidungsprozessen deutlich zu verbessern.

Deshalb hat unsere Landesarbeitsgruppe Seiteneinsteig neun Forderungen formuliert, deren Umsetzung den Seiteneinsteig verbessern und langfristig dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Du kannst jetzt die Forderungen unterstützen und unterschreiben!

  1. Pädagogische, didaktische und psychologische Ausbildungsinhalte müssen bedarfsorientiert vermittelt werden.
  2. Die Qualifizierung muss der Vielfalt der eingebrachten persönlichen Voraussetzungen gerecht werden.
  3. Der Zertifikatskurs für Seiteneinsteigende muss auf den achtmonatigen Vorbereitungskurs des berufsbegleitenden Vorbereitungsdienstes angerechnet werden können.
  4. Die Einarbeitungsphase in die Lehrtätigkeit bedarf einer Umstrukturierung mit Blick auf die Hospitationen, den mentor*innengestützten Unterricht, die individuelle Unterrichtsvorbereitung und den eigenverantwortlichen Unterricht.
  5. Das Mentoring muss ausgeweitet und den Mentor*innen ausreichend Anrechnungsstunden garantiert werden.
  6. Zusätzliche Belastungen im Seiteneinstieg sind zu vermeiden.
  7. Der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst muss in Teilzeit möglich und für alle Lehrkräfte geöffnet sein.
  8. Für alle Seiteneinsteigenden ist eine ernsthafte Gleichstellungsperspektive mit grundständig ausgebildeten Lehrkräften zu eröffnen, wobei der Prozess der Fachableitung, Eingruppierung und der Empfehlung von Qualifizierungsmaßnahmen beschleunigt sowie transparenter gestaltet werden muss.
  9. Um Seiteneinsteigende zu gewinnen und zu halten, müssen sie dauerhaft finanziell attraktiv vergütet werden.

Die Unterzeichnenden fordern die Landesregierung Sachsen-Anhalts auf, den Seiteneinsteig zu verbessern und ihn zu einem erfolgreichen Werkzeug gegen den Fachkräftemangel zu wandeln. Wir ­fordern eine Reform des Seiteneinstiegs für eine nachhaltig gute Bildung in unserem Bundesland!

Für eine Reform des Seiteneinstiegs in Sachsen-Anhalt



Unterschriften: 169 / 2000

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