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Gewerkschaftssekretärin für Information und Kommunikation & Pressesprecherin GEW Sachsen-Anhalt
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Kundgebung in Magdeburg

Grundschullehrkräfte fordern gerechte Bezahlung

Die GEW Sachsen-Anhalt führt gemeinsam mit ihren Mitgliedern, Lehrkräften, Studierenden sowie Lehrkräften im Vorbereitungsdienst am 13. Oktober um 16 Uhr auf dem Magdeburger Domplatz eine Kundgebung durch. Unter dem Motto „Packt’s endlich“ soll die Landespolitik zum wiederholten Mal darauf aufmerksam gemacht werden, dass Grundschullehrkräfte hierzulande bedeutend geringer verdienen als ihre Kolleginnen und Kollegen in den Nachbarbundesländern und dass dies ein Grund für die Abwanderung von Fachkräften ist.

Bei der Kundgebung macht die GEW Sachsen-Anhalt am kommenden Donnerstag auf den Missstand aufmerksam, dass Grundschullehrkräfte in Sachsen-Anhalt bis zu 500 Euro weniger verdienen als ihre Kolleg*innen anderer Schulformen. Und das obwohl die Kolleg*innen die höchste Unterrichtsverpflichtung im Land haben. „Der Alltag von Grundschullehrkräften ist nicht weniger anstrengend – im Gegenteil: Lehrkräfte an den Grundschulen leisten unverzichtbare Arbeit an einer sehr heterogenen Schulform, trotz Sprachbarrieren motivieren und integrieren sie alle Kinder und haben zudem mit einer desolaten Unterrichtsversorgung zu kämpfen. Wir fordern eine angemessene und gerechte Eingruppierung der Kolleg*innen in die A 13/E 13 für beamtete und angestellte Lehrkräfte“, sagt Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt.

In den Bundesländern Berlin, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen werden Grundschullehrkräfte bereits nach A 13/E 13 bezahlt. Dies hat zur Folge, dass insbesondere neu ausgebildete Kolleginnen und Kollegen unser Bundesland verlassen und wir somit noch mehr Fachkräfte verlieren. Die Grundschule ist die Schulform mit dem weitaus höchsten Frauenanteil im Kollegium – für die GEW ist die schlechtere Bezahlung der Grundschullehrkräfte sogar eine mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.

Die Entgeltgruppe E 13 und die Besoldungsgruppe A 13 hätte auch Auswirkungen auf die Bezahlung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, da die Anwärterbezüge dann ebenfalls um eine Stufe höher liegen würden. Grundschullehrkräfte unterrichten in der inklusivsten Schulform; sie helfen Kindern, die Welt zu verstehen. Die Lehre an den Grundschulen legt die Grundlagen, sie stößt pädagogische Reformen an und sorgt dafür, dass Kinder das Lernen lernen. Bereits seit 2016 kämpft die GEW Sachsen-Anhalt für eine gerechte Anerkennung dieser wichtigen Arbeit.

„Mit unserer Aktion ‚Packt’s endlich‘ wollen wir als Bildungsgewerkschaft die Landespolitiker*innen abermals auffordern, ihrem Slogan #moderndenken zu folgen und umgehend dafür zu sorgen, dass Sachsen-Anhalt eine lebenswürdige Zukunft hat. Die Lehrer*innen im Land schaffen dafür seit jeher die Basis und müssen nun endlich auch entsprechend dafür bezahlt werden!“, erläutert die GEW-Vorsitzende Eva Gerth.

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