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Auftaktkundgebung zur Tarifrunde TV-L 2021 am 19.10.21 in Haldensleben

Zur Auftaktkundgebung der Tarifrunde 2021 hatten sich ca. 100 Teilnehmer*innen versammelt. Dank an alle Kolleg*innen, die sich am Nachmittag hier nach in Haldensleben zu dieser Aktion zusammengefunden hatten. Während der Kundgebung, die unter dem Motto stand: „Mit Krümeln lassen wir uns nicht abspeisen.“, verdeutlichten die beiden Redner*innen Eva Gerth und Volker Thiele, dass nach dem Applaus während der Pandemie nun auf den Konten der Beschäftigten jetzt spürbare Gehalts- bzw. Besoldungserhöhungen sichtbar werden müssen.

Deshalb fordern wir eine Entgelterhöhung von 5% - mindestens 150 Euro. „Die Lohnpolitik darf der Krise nicht hinterhersparen und der öffentliche Dienst muss ein Vorbild für faire Bezahlung sein“, sagte Eva Gerth. Von unseren Forderungen sollen auch die Beamtinnen und Beamten profitieren. Sie dürfen (noch) nicht streiken. Die GEW klagt derzeit vor dem europäischen Gerichtshof für das Streikrecht von Beamt*innen. Bis das hoffentlich positiv entschieden ist sein wird, erwarten wir die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf die Besoldung. Deshalb ist uns die Beteiligung der Beamt*innen an den Aktionen an Schulen und Hochschulen sehr wichtig.

 

Der Kreisvorsitzende Volker Thiele ging in seiner Rede auf die schlechteste Unterrichts-versorgung seit 30 Jahren in allen Schulformen im Landkreis Börde ein. Er verdeutlichte, dass Stundentafeln massiv gekürzt wurden und einige naturwissenschaftliche Fächer aufgrund des Fachlehrermangels nicht mehr angeboten werden können, um hier nur zwei Beispiele zu nennen. Volker Thiele legte nicht nur den Finger in die Wunde, sondern bot den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes und unserer Landesregierung auch konstruktive Lösungsansätze an. „Der erste Ansatz wäre, in der Tarifgemeinschaft der Länder eine schnelle Lösung dieses Tarifkonflikts herbeizuführen, damit es nicht zu Arbeitskampfmaßnahmen wie Warnstreiks kommt“, sagte Volker Thiele. Er wies aber auch
darauf hin, dass langfristige Lösungen nötig sind. Die Forderung nach Ausbau der Lehrerausbildung in Magdeburg und die Ansiedlung von Studienseminaren in der Altmark sind sicher dabei ein wichtiger Aspekt.
Aber was man dabei nicht vergessen sollte – kümmert euch auch um die Lehrer*innen und Erzieher*innen, die sich aktuell im System befinden. Sie tragen die Probleme des Lehrkräftemangels und meistern die Herausforderungen des Schulalltags, damit die Schulen aktuell noch funktionieren.

TARIFRUNDE 2021 #DASGEWINNENWIR

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