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Kinder- und Jugendliteratur

Panda-Pand

Quelle: CARLSEN Verlag

Wie gut, dass dieses Buch auch als Hörbuch umgesetzt wurde, denn nichts liegt näher, als die „Panda-BPand“ direkt in ihrem Spiel belauschen zu können. Saša Stanišić hat eine urkomische Geschichte verfasst, die sich ganz der Musik und den Pandas widmet. Allerdings kann er sich selbst nicht erklären, warum ein Panda im Bambuswald Peter heißen sollte. Vielleicht heißt er ja auch „Nicht-Peter“. Und Nicht-Peter begleiten wir als Hörende beim Entdecken einer Bambusflöte, die Töne hervorbringt, und stellen fest, dass Pandas wohl die geborenen Musiker sind. Denn nichts fällt ihnen so leicht, wie flöten oder „pflöten“, wie es im Buch heißt. Nicht-Peter findet dazu auch noch weitere Pandabären, die sich für das Spiel begeistern lassen und der Versuchung widerstehen, die „Pflöten“ gleich zu fressen. Es kommt sogar zu einem Konzert. Doch dann ist das Spiel vorbei und die Pandas suchen sich wieder etwas anderes. Saša Stanišić schreibt am Ende des Buches, dass er als Kind selbst am liebsten ein Panda gewesen wäre und sich einmal sogar schwarze Augenringe gemalt habe, um wie ein Panda auszusehen. Die Pandas scheinen für ihn also auch persönlich eine große Bedeutung zu haben. Er charakterisiert sie liebenswert und ein wenig verrückt, wenn er beispielsweise schreibt, welche Hobbys Nicht-Peter hat: bedächtiges Bodenturnen und Kurz-mal-klettern. Eine Übung beim bedächtigen Bodenturnen wäre der Pippi-Pfoten- Stand. „Das solltest du auch mal ausprobieren“, heißt es im Text. Die Sprache orientiert sich beim Beschreiben sehr am Klang und verwendet viele Alliterationen und Wiederholungen, was auch zum humorvollen Charakter der Geschichte beiträgt. Mit seinem Akzent, dem rollenden R und seiner Dynamik liest der vielfach ausgezeichnete Autor sehr lebendig. Die Wortwiederholungen helfen, ihn gut zu verstehen. Unterstützt wird die Inszenierung von der Querflötistin Christine Thomsen, die tatsächlich mit einer chinesischen Bambusflöte den Lesetext immer wieder mit musikalischen Passagen untermalt. So wirkt „Panda- BPand“ gleichzeitig komisch, skurril, aber auch sehr stimmig in der Inszenierung. Das Hörbuch macht Lust, selbst zur Flöte zu greifen und ist gerade für den Einsatz im pädagogischen Kontext, z. B. im fächerverbindenden Deutsch-Musik-Unterricht, auf jeden Fall zu empfehlen.

Saša Stanišić; Panda-BPand. Wie die Pandas mal Musik zum Frühstück hatten; Hörbuch, ungekürzte Autorenlesung; Silberfisch, 2021; ISBN: 978-3-7456-0312-5; Preis: Download: 6,95 €, Spieldauer: 38 Minuten; Altersempfehlung: ab 5 Jahre

Kontakt
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien in Sachsen-Anhalt (AJuM)

Leitung: Dr. Alexandra Ritter und Dr. Nadine Naugk