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Lehrkräftebedarf an den Schulen des Landes bis 2030

Die GEW geht davon aus, dass der Einstellungsbedarf an den allgemeinbildenden Schulen bis zum Schuljahr 2030/31 um mindestens 70 Lehrkräfte pro Jahr – also um knapp 10 Prozent – unterschätzt ist.

Die realen Zustände in den Schulen, werden für die weiteren Planungen der Einstellungsbedarfe unterschätzt bzw. nicht berücksichtigt:

• die Schülerzahl, die sich nach aktuellen Daten zu den Geburten und dem Bevölkerungsstand auch in den kommenden Jahren weiter oberhalb der Prognose entwickeln wird,
• die schnell steigende Zahl von langzeiterkrankten Lehrkräften und Lehrkräften in Elternzeit, die für den Unterricht nicht zur Verfügung stehen
• der Wechsel von Lehrkräften in andere ostdeutsche Bundesländer, wenn sich die Einstellungsbedingungen dort im Wettbewerb verbessern (z.B. Verbeamtungen in Sachsen, höhere Besoldungsgruppe für Grundschullehrkräfte in Brandenburg),
• der Ersatz von Lehrkräften, die zusätzlich für die Lehrkräfteausbildung benötigt werden,
• der Ersatz der Arbeitszeit von Seiteneinsteiger/innen, die für die berufsbegleitende Qualifikation teilweise von der Unterrichtsverpflichtung freigestellt werden müssen,
• die weiteren Aufgaben, die derzeit und künftig durch die Schulen realisiert werden müssen im Rahmen der Inklusion, der Sprachförderung oder auch der Digitalisierung.
In der Folge werden in den Schulen erhebliche Einschnitte im Unterrichtsangebot oder aber „Überstundenkonten“ bei den Lehrkräften entstehen, die ausgeglichen werden müssen und somit Einfluss auf den Lehrkräftebedarf in den Jahren nach 2024 haben.

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Gezielte Förderung aller Schüler benötigt mehr Personal und Initiative


Zum Start des Programms „Leistung macht Schule“ durch den Ministerpräsidenten begrüßt die GEW Sachsen-Anhalt die Bereitstellung zusätzlicher Mittel, macht aber gleichzeitig auf die Vielzahl fehlender Lehrkräfte an nahezu allen Schulen aufmerksam. Damit fehlen auch vielerorts notwendige Fördermöglichkeiten für alle Kinder. Die weitere Überwindung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich ist jedoch ein ausgesprochen gutes Signal.


An der Förderung über zehn Jahre nehmen acht Schulen in Sachsen-Anhalt teil. Dazu erklärte Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW, heute in Magdeburg: „Jeder hundertsten Schule im Lande Mittel zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler bereitzustellen, ist nicht verkehrt aber deutlich zu wenig. Allerdings begrüßen wir ausdrücklich den Ansatz einer gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern.“ Momentan fehle an allen Ecken und Enden des Schulsystems pädagogisches Personal in ungekannten Größenordnungen. Der Unterrichtsausfall erreiche unverantwortliche Höhen, an Förderung sei da meistens gar nicht zu denken.

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Lehrermangel konsequent und gemeinsam angehen

Die Meldungen der letzten Tage verdeutlichen die brisante Situation an den Schulen und die düsteren Aussichten. Sachsen-Anhalt steht mit der momentanen katastrophalen Situation nicht alleine. Umso mehr bedarf es jetzt schneller bundesweiter Anstrengungen, damit ein ganzes Bündel an Maßnahmen gezielt und in voller Breite wirken kann.

Zu den Pressemeldungen über eine prognostizierte Verschärfung des Lehrermangels insbesondere an den Grundschulen erklärte Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, heue in Magdeburg: „Fehlende Lehrkräfte, steigende Schülerzahlen, immer mehr Aufgaben – das ist der Alltag an den Schulen in Sachsen-Anhalt und bundesweit. Und diese Spirale dreht sich rasend schnell immer weiter nach unten.“ Die Probleme seien so groß, dass sie nicht mehr alleine im stillen Kämmerlein jedes einzelnen Bundeslandes gelöst werden könnten. Auch Sachsen-Anhalt rechne nach wie vor fest mit der Gewinnung von Lehrkräften aus anderen Bundesländern.

 

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GEW verabschiedet am 30.01.2018 die 1.400. Lehrkraft seit Beginn der Legislatur

Zum Ende des Schulhalbjahres werden mehrere hundert Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt in den wohlverdienten Ruhestand treten. Nach Berechnungen der GEW werden damit seit Beginn der Legislaturperiode insgesamt mindestens 1.400 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Schuldienst ausgeschieden sein. Diese 1.400 Lehrkraft wird am Dienstag, dem 30. Januar 2018 symbolisch verabschiedet werden, um den politischen Verantwortlichen die weiterhin große Not zu verdeutlichen.

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Volksinitiative mit Weihnachtsmangelwald vor dem Landtag

Den Mangel beenden, nicht verschieben!

Wunschbaum Dez17Vertreterinnen und Vertreter der Volksinitiative "Den Mangel beenden – Unseren Kindern Zukunft geben!" trafen sich am Mittwoch, dem 20. Dezember 2017 vor dem Magdeburger Landtag und bauten dort einen WEIHNACHTSMANGELWALD auf. 14 Weihnachtsbäume – einer für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt – sollen den Mangel an Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unseren Schulen noch einmal deutlich machen. An den Bäumen wurden die Wünsche der Eltern, der Lehrerinnen und Lehrer, der Bürgerinnen und Bürger nach ausreichend pädagogischem Personal gehängt.

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Inklusion endlich vernünftig ausstatten, anstatt auszubremsen!

Zur Vorstellung des sogenannten Förderschulkonzeptes durch Bildungsminister Marco Tullner erklärte die Landesvorsitzende der GEW, Eva Gerth: „Die GEW geht davon aus, dass Förderschulen ein wichtiger Teil unserer Schullandschaft sind. Es wird immer Situationen geben, in denen die Expertise unserer Förderschullehrkräfte dringend gebraucht wird und in denen Kinder spezialisiert in gut ausgestatteten Förderschulen betreut werden müssen. Im Regelfall sollten die Kinder allerdings Schulen besuchen, die personell und materiell gut auf Inklusion eingestellt sind. Hiervon sind wir in Sachsen-Anhalt meilenwert entfernt.“

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Schulgesetz dringend an aktuelle Bedarfe anpassen

Auf der heutigen Anhörung im Ausschuss für Bildung und Kultur hat die GEW Sachsen-Anhalt ihre Positionen zur Novellierung des Schulgesetzes vorgestellt. Der bisherige Entwurf bleibt an zentralen Punkten weit hinter den gegenwärtigen Notwendigkeiten für eine gute und umfassende Schulbildung zurück. Die GEW wird weiter für Verbesserungen streiten.

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Tarifverhandlungen mit dem Internationalen Bund

Trotz der begründeten Hoffnung, noch vor den Weihnachtstagen über konkrete und fest vereinbarte Ergebnisse der bundesweiten Tarifverhandlungen zu informieren, können wir leider nur ein Zwischenergebnis vorstellen, da die letzte Tarifrunde am 27./28. November 2017 noch nicht zu einer Einigung führte.

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Einschränkungen beim KiFöG lösen keine Probleme

Die von der CDU ausgesandten Signale zur Änderung des Kinderförderungsgesetzes kritisiert die GEW Sachsen-Anhalt in einer ersten Stellungnahme scharf. Eine Einschränkung des Rechtsanspruchs wird die bestehenden Probleme nicht lösen. Die Diskussionen der letzten Monate zeigen deutlich, dass es hingegen entscheidend darauf ankommt, die Kindertageseinrichtungen der frühkindlichen Bildung auszubauen.

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